AJK – wer finanziert das?

Der Verein Alternative JugendKultur e.V. ist Eigentümer der Immobilie, die ihr als Kulturzentrum kennt. Das bedeutet für den Verein eine große Unabhängigkeit, aber auch eine gehörige Verpflichtung.

Der Verein erhält zum Unterhalt des Hauses keine finanziellen Mittel von der Stadt, Land oder dem Bund. Lediglich der Erwerb konnte 2012 teilweise aus einer Bundesförderung finanziert werden, die aber zwischenzeitlich ausgelaufen ist. Die Förderung hieß „Jugend belebt Leerstand““. Unser ehemaliger Bundesminister Dr. Ramsauer (CSU) schreibt über unsere Partnerprojekte und uns „Gerade bei jungen Leuten finden wir die notwendige Kreativität, nur selten jedoch die entsprechenden Mittel, um solche Vorhaben umzusetzen.“ Außerdem würde er befürworten „wenn viele Verantwortliche in den Kommunen das Potenzial ihrer Jugend erkennen und nutzen.Dem können wir uns nur anschließen!

Um die Kosten für den Unterhalt des Hauses und die zahlreichen Veranstaltungen zu decken, bleiben dem Verein vor allem die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf bei Veranstaltungen und eure Spenden.
Wir versuchen trotzdem unsere Getränkepreise möglichst gering zu halten und möchten auch auf Extras, wie kostenloses Mineralwasser, nicht verzichten. Bisher reichen die Einnahmen um die monatlichen Kosten zu decken, zum einen da zahlreiche engagierte AJKler*innen ehrenamtlich an der Theke etc. arbeiten und zum anderen wegen eures grandiosen Dursts.

Seit 2015 ist die AJK als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Das bedeutet, dass wir Maßnahmen zur Unterstützung von Jugendlichen anbieten und uns dafür um öffentliche Gelder bewerben können. Damit haben wir auch prompt begonnen und wurden 2015 Projektpartner im Förderprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier. Das hat große Auswirkungen auf unsere finanzielle Situation, denn durch das Programm gibt es Fördergelder, um Menschen für die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu bezahlen. So wurden wir Arbeitgeber und können Angebote, wie die aufsuchende Jugendsozialarbeit und das Case Management im Pariser Viertel, „Fit durch den Sommer“, „Teile schmeißen“ oder „AJKooking“ finanzieren. Leider darf das Fördergeld nur für Personalkosten ausgegeben werden, benötigtes Material oder die Kosten für den Unterhalt des Hauses werden nicht bezahlt.

Um ab und an kleinere Projekte oder besondere Investitionen zu realisieren, suchen wir regelmäßig nach Förderprogrammen oder bewerben uns um Stiftungsgelder. So konnten wir zum Beispiel den Besuch von Heinz Ratz and the refugees bezahlen oder die Lesung mit Renan Demirkan.
Viele unserer Projekte macht der lokale Fond „Kreuznach für Vielfalt“ möglich!