Teile schmei�en

Auf der Suche nach einem Hobby, für das es nicht viel Material braucht? Dass man an jedem Ort umsetzen kann und mit dem man andere Leute begeistert?

Jonglieren fördert die Konzentration, das Körpergefühl und die Beweglichkeit. Auf viele Menschen übt die Jonglage eine Faszination aus, so dass der Jongleur schnell zum Mittelpunkt des Geschehens wird. Im Pariser Viertel möchten wir dieses Phänomen nutzen, um einerseits Anwohnerinnen und Anwohner auf die Straße zu locken und die öffentlichen Plätze und Anlagen zu beleben. Die Anwohner/innen haben die Möglichkeit selbst zu den Bällen zu greifen und unter fachlicher Anleitung zu lernen und zu trainieren. Der Show-Effekt des Projekts steht besonders bei den Aktionen des Quartiersmanagements (Herbstfest, Stadtteilfest, Spielplatzfest…) im Mittelpunkt.
Andererseits sollen durch das Projekt Kinder und Jugendliche aus dem Viertel erreicht werden, denen es noch an den zu Eingang beschrieben Fähigkeiten mangelt. Darüber hinaus kann die Jonglage zu schnellen Erfolgserlebnissen beitragen, Vorführungen vor Publikum fördern das Selbstwertgefühl und bauen Selbstvertrauen auf.
Das Projekt bedarf nur wenig Material und ist praktisch an jedem Ort durchführbar. Bei wöchentlichen Kursterminen werden immer neue Stellen und Institutionen im Stadtteil zum Trainieren genutzt. Bei schlechtem Wetter steht das städtische Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“ zur Verfügung. Die Jugendlichen werden in die Wahl der Orte miteinbezogen und können aus Plastikbällen und Quarzsand individuelle Jonglierbälle gestalten.

Am 18.10 startet das Jonglage-Projekt mit Fabian Zimmermann. Jeden Dienstags um 16:30 Uhr ist Treffpunkt am Kulturzentrum der AJK. Dann haben Kinder, Jugendliche und Interessierte die Möglichkeit Jonglierbälle zu basteln und unter fachlicher Anleitung ihr Können auszubauen. Herr Zimmermann war im Fach Jonglage Dozent an der Berufsfachschule für Clowns in Hofheim-Lorsbach und übt sich seit etwa 20 Jahren in dieser Kunst.
Im Rahmen des Programms Jugend stärken im Quartier besteht ebenfalls die Möglichkeit Einzeltermine mit interessierten Gruppen zu vereinbaren. Besonders Schulen, Jugendgruppen, Einrichtungen der Jugendhilfe und ähnliche sind eingeladen bei Interesse die AJK zu kontaktieren.

Das Projekt „Teile schmeißen“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.
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