Unter dem Slogan „Kultur – Räume – Leben“ nimmt der Verein Alternative JugendKultur Bad Kreuznach e.V. (AJK) ein neues Projekt in Angriff und ist offen für Ihre Unterstützung. Mit dem Ankauf einer weiteren Immobilie im Pariser Viertel möchte die AJK die Integration voranbringen, Raum für kulturelle Angebote schaffen und jungen Menschen Wohnraum in der Innenstadt bieten.

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Das ehemalige Stadtteilbüro in der Planiger Straße 17 steht seit einiger Zeit leer und soll nun zu neuem Leben erwachen. Mithilfe von Spenden und Sponsoren möchte die AJK die Immobilie sowie das dazugehörige Grundstück erwerben und neue soziokulturelle Räume schaffen.

Mit diesem Projekt erschließt sich die AJK die Themen „bezahlbarer Wohnraum für StudentInnen und Auszubildende“ und „Belebung der Innenstadt“, angefangen mit einem Wohnprojekt. Nicolai Zimmermann dazu: „Es soll Lebensraum für junge Menschen entstehen, indem Wohnen mit der Verantwortung für das Umfeld verknüpft wird. Ein Garten-Café als Gemeinschaftsraum könnte ein Treffpunkt für die Bewohner des Viertels und der Stadt werden. Dann geschieht Integration durch das Wohnen Tür an Tür. Gemeinsame Aktionen wie ein Outdoorkino, Stadtteilgarten oder Freiluftgalerie schaffen Gesprächsanlässe und locken Gäste in das Viertel. Im Moment befinden wir uns noch in der Planung und es ist Platz für alle Ideen, Zeit an der Umsetzung zu arbeiten, haben wir ja die nächsten Jahre“

Der hohe Kaufpreis des Grundstücks ist nicht im besonders guten Zustand der Immobilie begründet, sondern in der vorteilhaften Lage nahe der Innenstadt. „Das Pariser Viertel liegt so zentral in Bad Kreuznach, dass ich mich wundere warum hier nicht mehr investiert wird. Hier wäre eigentlich der ideale Platz für Wohnraum und Gastronomie. Trotzdem entstanden hier in den letzten Jahren vor allem Parkplätze und die Häuser werden bis zum letzten bewohnt und zerfallen gelassen“ schildert Eric Barz die Situation. Die AJK greift zum Hauskauf auf einen Kredit zurück. Um die Laufzeit des Kredits innerhalb des Planungshorizontes zu halten, ist die AJK auf Unterstützung bei der Bereitstellung von Eigenkapital angewiesen.

„Gewagt und mutig“, das sind die Kommentare, die bei der Projektvorstellung am Tag der Städtebauförderung unter anderen zu hören waren. „Wir sind Kinder dieser Stadt, die hier aufgewachsen sind und die hier ihr Leben verbringen möchten. Was bleibt uns anderes übrig, als selbst aktiv die Stadt mitzugestalten, wenn wir der Entwicklung nicht weiter zuschauen möchten?“ begründet Jule Rohrbacher ihr Engagement. Marius Berg ergänzt: „Seit dem Start unseres Kulturzentrums beobachten wir, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund finden hier Wohnraum und immer mehr Kreuznacher das Viertel meiden. Da Integration nur durch Begegnung vorangebracht werden kann, müssen wir aktiv werden.“ Mit einem jungen Wohnprojekt möchte die AJK den Weg in eine neue Richtung einschlagen und auf dem bisherigen Erfolg aufbauen.